Dr. Parkett hilft


Dr. Parkett Was ist geschehen…


…wenn schwimmend verlegte Parkett-Elemente Hohlstellen aufweisen?
Da gibt es mehrere Ursachen, die eine wäre ein nicht ebener Unterboden oder die Abstandsfuge zu den Wänden wurde nicht eingehalten. Die rundum laufende Abstandsfuge kann in diesem Fall nachgearbeitet werden, wobei sich die Parkettelemente genügend ausdehnen können und sich satt auf den Untergrund legen können. Sind die Hohlstellen jedoch aufgetreten, weil der Untergrund Unebenheiten aufweist, so sind diese Parkettelemente zu entfernen und durch neue zu ersetzen, denn die
Paneelen können wegen der Verleimung in Nut und Feder nicht wiederverwendet werden. Die Unebenheiten des Untergrunds sind auszubessern entweder durch geeignete Spachtelmassen oder einer Dämmunterlage aus Kork-, Gummi-Granulat etc.
Parkettelemente, die schwimmend mit einem Klicksystem verlegt wurden, können leichter entfernt werden und nachdem die Unebenheiten des Untergrunds mit einer Ausgleichsmasse bzw. Dämmzwischenlage behoben wurde, wieder montiert werden.

…wenn hohle Stellen bei einem vollständig geklebtem Parkettboden auftreten?
Hier kann möglicherweise der Untergrund uneben sein, dadurch verbinden sich die Parkettelemente nicht völlig mit dem Unterboden. Mit einer speziellen Spritze können kleinere Hohlstellen ausgeglichen werden. Hierbei wird ein lösemittelhaltiger Klebstoff, Polyurethan oder Zweikomponenten-Expoxiharz verwendet und unter die
Paneele gespritzt. Wasserbasierten Leim ist weniger geeignet, da ein Quellen des Holzes möglich wäre und somit ein weiterer Schaden verursacht würde. Wird eine Einmalspritze aus der Apotheke verwendet, so wird nur ein kleines Loch von ca. 1 - 2 mm in die Paneele gebohrt, das nach dem Unterspritzen mit Holzkitt oder Holzwachs geschlossen wird. Werden größere Hohlstellen behandelt, so werden die einzelnen Parkettelemente herausgenommen, das geht relativ einfach, da diese Elemente nicht vollflächig mit dem Unterboden verbunden sind, jedoch sollte sehr umsichtig gearbeitet werden. Der Unterboden wird korrigiert und die anliegenden losen Paneelen seitlich mit dem lösemittelhaltigen Klebstoff unterspritzt. Ebenso wird mit Parkettelementen verfahren, die schwimmend mit einem Klicksystem verlegt wurden. Die Demontage ist schnell und einfach. Der Untergrund wird mit Ausgleichsmasse oder einer Dämmzwischenschicht ausgeglichen und anschließend mit den Parkettelementen wieder belegt.

…wenn das Parkett sich wölbt?
Auch hier gibt es wieder verschiedene Ursachen. Wenn das
Parkett mit Dispersionsklebstoffen verarbeitet wurde, können sich kurzfristige Aufwölbungen ergeben, die sich jedoch nach kurzer Zeit wieder legen. Denn die Holzfeuchte, die hierbei entstanden ist, kann eine Wölbung verursacht haben. Wässerige Parkettsiegel können ebenso Aufwölbungen kurzfristig entstehen lassen. Erfahrungsgemäß legen sich die Parkettelemente wieder nach einiger Zeit.
Eine Aufwölbung kann entstehen, wenn nicht genügend Sorgfalt auf die Dehnungsfugen angewendet wurde. Sind die Dehnungsfugen zu gering und verhindern sie die Ausdehnung der Parkettelemente, so können sie nachgeschnitten werden.

…wenn Parkettelemente schüsseln?
Bei einer unterschiedlichen Holzfeuchte des verlegten
Parketts, können Schüsselungen auftreten. Das ist in der Regel unbedenklich, denn durch den Trocknungsprozess der Hölzer wird die Schüsselung automatisch zurückgehen.

…wenn Fugen aufgetreten sind?
Es ist grundsätzlich normal, dass ein natürlicher Werkstoff bei Holzfußböden eine gleichmäßige Fugenbildung bewirkt. Trockene raumklimatische Verhältnisse können durch Befeuchtungsgeräte die Fugenbildung positiv beeinflussen. Auch ist die Fugenbreite abhängig von der einzelnen Holzart und der Ausführung der Einzelelemente. Übergroße Fugen können durch einen Sachverständigen beurteilt werden, da die verschiedensten Ursachen dafür infrage kommen können.


Was ist zu tun...

…wenn der Wohnbereich besonders Schall empfindsam ist
Hierbei sollte man sich von einem Fachhändler beraten lassen, denn die verschiedensten Trittschalldämmungen können hier Abhilfe schaffen. Elastische
Dämmunterlagen können auf den Unterboden geklebt werden und hierauf wird das Parkett vollflächig aufgeklebt. Die Wohnqualität wird erheblich angehoben, denn der Raumschall wird durch die Trittschalldämmung stark reduziert.

…bei Parkett in einer Mietwohnung
Die edle Ausstrahlung des
Parkettbodens sollte jeden Mieter veranlassen, diesen besonders sorgfältig zu pflegen. Eine Pflegeanweisung sollte vorhanden sein, um auch den Unerfahrenen darin zu unterweisen. Denn alle Schäden des Parkettfußbodens und deren Wiederherstellung gehen nach dem Auszug des Mieters an den Vermieter. Jedoch ist es allemal günstiger einen Parkettboden abzuschleifen und neu zu versiegeln als einen vorhandenen Kunststoff- oder Teppichboden zu erneuern. Möchte der Mieter einen Parkettboden in der Mietwohnung verlegen, so kann über eine Kostenübernahme des Vermieters diskutiert werden oder vielleicht einer Mietzinsminderung.

…wenn es Allergiker in der Familie gibt`?

Parkettfußböden sind für Allergiker auch für Hausstaub-Allergiker die günstigsten Böden. Parkett kann nebelfeucht gewischt werden und somit von Staub befreit werden. Da Allergien auslösende Faktoren sehr unterschiedlich sein können, sollte der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden, um die Unbedenklichkeit des Bodenaufbaus festzustellen. Als Klebstoffe und für die Untergrundvorbereitung, sollten emissionsfreie Werkstoffe eingesetzt werden, so genannte ECI-Produkte. Holzfußböden sind allgemein allergikerfreundliche Böden und haben sich sehr gut bewährt.

…bei unterschiedlichen Bodenhöhen?
Unterschiedliche Bodenhöhen sollten nach Möglichkeit ausgeglichen werden. Die Höhendifferenz kann entweder durch Spachtelungen korrigiert werden; durch Dämmlagen oder Holzwerkstoffplatten. Auch haben sich unterschiedlich dicke
Parkettarten bewährt. Die Optik des Raumes gewinnt an Eleganz, wenn der Boden plan angepasst wurde.

Bild Fotolia: #26030225 | Urheber: Frank Boston