Parketthölzer Allgemein

Parketthoelzer-Allgemein-EicheViele Holzsorten eignen sich für die Verarbeitung zu Holzfußböden insbesondere Parkettböden. Die unterschiedlichsten Farben, Oberflächenstrukturen und Holzdichte erzeugen eine Wohnqualität, die nur dem Holz zu Eigen ist. Die hohe Wärmedämmung sorgt für geringere Heizkosten.



Die Vielseitigkeit dieses nachwachsenden Rohstoffes hat sich über Jahrhunderte bewährt und genießt eine Aktualität, die kaum zu überbieten ist. Die Parkettbodenhersteller und ebenso ihre Vertreiber bieten eine umfangreiche Produktion an, die vielfach kombiniert und gestaltet werden kann.



Wichtig für die Parkettherstellung ist die Rohdichte des Holzes, die Druckfestigkeit sowie die Härte und das Quell- und Schwindverhalten bei Feuchteänderungen.



Da etwa die Hälfte der Holzsubstanz aus Kohlenstoff besteht, sind Wälder nach den Ozeanen die größten Kohlenstoffsenken der Biosphäre und damit für die CO2-Bilanz der Atmosphäre bedeutsam.
Verarbeitetes Holz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen wurde, senkt somit den CO2-Anteil in der Luft. Bei der Photosynthese, die in den Blättern des Baumes stattfindet, wird Kohlendioxid, das in der Umgebungsluft vorhanden ist im Holz gebunden. Dabei gibt der Baum Sauerstoff ab.



Das Holz quillt und schwindet in der Längs-, Radial- und Tangentialrichtung unterschiedlich, man spricht hier von einem anisotropen Verhalten. Unter der Längsrichtung versteht man die Wuchsrichtung des Stammes. Die Radialrichtung führt von der Rinde zum Kern des Stammes und bei der Tangentialrichtung wird eine Tangente parallel zu den Jahresringen gelegt.



Durch die unterschiedliche Ausdehnung bzw. Schrumpfung der drei Wuchsrichtungen kann es bei Feuchtigkeitsabnahme (meist in der winterlichen Heizperiode) zu Dimensionsänderungen kommen. Dabei trocknet das Holz aus und es bilden sich Fugen. Dies sind natürliche Eigenschaften des Holzes. Es ist in den Wohnräumen darauf zu achten, dass genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Es empfiehlt sich für die bessere Atemluft in der Heizperiode einen Luftbefeuchter aufzustellen. Falls es zur Fugenbildung kommt, ist dies kein Reklamationsgrund. Andererseits ist auch darauf zu achten, dass nicht zu viel Feuchtigkeit vom Parkettfußboden aufgenommen wird, wie z.B. bei einem Wasserrohrbruch. Falls dieses dennoch passiert, kann sich der Parkettfußboden stark wölben.



Holz ist so individuell wie der persönliche Fingerabdruck. Keine Oberfläche ist mit einer anderen vergleichbar. Die Farbpalette der Parketthölzerreicht von hell weißer Birke oder Ahorn über hellbraune Eiche und dunkelbraunem Walnuss hin zum roten Tropenholz, Merbau, Kempas und Dossie bis ins schwarze Panga-Panga/Wengé.



Es wird in den letzten Jahren auch versucht durch thermische bzw. chemische Behandlung, die Farbe des Parkettholzes zu verändern. Bei der thermischen Behandlung wird dem Parkettholz Wärme zugeführt und es entsteht ein mittelbrauner bis brauner Farbton. Bei der chemischen Behandlung wird dem Holz meist Eichenparkett Ammoniak zugesetzt. Das Parkettholz reagiert mit einem braun bis schwarzen Farbton. Es können aber auch Laugen zugeführt werden, die ein Aufhellen der Oberflächenstruktur bewirken.



Die UV-Strahlung der Sonne bewirkt meist bei hellen Hölzern ein Nachdunkeln und bei dunklen Hölzern eher ein Aufhellen.



In einer Ökobilanz werden alle energetischen Aufwendungen eines Produktes von der Produktion bis zur Entsorgung aufgelistet. Bei der Parkettherstellung beginnt die Ökobilanz beim Pflanzen des Baumes. Die Ökobilanz beinhaltet alle Berechnungen für die anfallende Energie, wie z.B. das Fällen der Bäume, der Abtransport aus dem Wald, die mechanische Bearbeitung im Parkettwerk, der Weitertransport zum Händler bis zum Endkunden.



Eine Untersuchung der technischen Universität München aus dem Jahr 2002, die eine Ökobilanz von Parkett ausgearbeitet hat, besagt, dass bei der Produktion und Nutzung aufgrund der Langlebigkeit der Parkettfußböden dem Treibhauseffekt entgegenwirkt.

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