Was ist ein Furnierboden?

Furnierboden – nur der Kompromiss zwischen Parkett und Laminat? Furnierboden ist sehr viel mehr als nur das. Er zeichnet sich mit vielen Vorteilen aus und überzeugt Kunden schnell.

 

Das französische Wort „fournir“ bedeutet so viel wie „beliefern“ oder „bestücken“ und wurde erstmals im 16. Jahrhundert eingeführt. Dabei bestückten besonders edle Holzarten vergleichsweise weniger wertvolle Holzelemente. Das gleiche Prinzip wird heute noch angewandt, wobei weniger wertvolles Holz in diesem Fall nicht minderwertigeres, sondern schnellwüchsigeres und somit günstigeres Holz bedeutet.

 

Heute wird eine robuste Nutzschicht aus Echtholz (Furnier) mit einer Trägerschicht aus verdichteten Holzfasern gepaart.
Dadurch, dass die Echtholzschicht von Furnierböden sehr dünn ist, sind Furnierböden um einiges kostengünstiger als vergleichbare Parkettböden. Dennoch halten sie die entscheidenden Vorteile von Parkett inne. Die gleiche Wärme und Natürlichkeit, die man von Parkettböden kennt, darf auch bei Furnierböden erwartet werden. Das Holzgefühl unter ihren Füßen wird genauso wie die natürliche Eleganz erhalten. Zudem kommt hinzu, dass Furnierböden leicht zu verlegen sind und über eine geringe Aufbauhöhe verfügen. Dies ist wiederum ein großer Vorteil, wenn Sie sich in einem Renovierungsprozess befinden. Häufig muss an dieser Stelle auf einen Echtholzboden verzichtet werden, wenn der Raum, die gegebene Aufbauhöhe nicht erlaubt. Dieses Problem ist mit einem klassischen Furnierboden gelöst.

 

Furnierböden setzen sich aus einer Echtholzschicht, einer Trägerschicht und einem Gegenzug zusammen. Der Gegenzug garantiert Formstabilität und schenkt eine gewisse Sperre gegenüber Feuchtigkeit, wobei von einer zusätzlichen Dampfsperre nicht abzuraten ist. Viele Hersteller bauen zusätzlich eine natürliche Trittschalldämmung in Form einer Korkschicht ein, die den Boden besonders geräuscharm macht. Wir raten Ihnen zu einer Verlegung in Nut und Feder, die ohne weiteres von einem begabten Hobbyhandwerker zeitsparend durchgeführt werden kann. Viele Hersteller bieten Ihre Furnierböden auch im praktischen Klick-System an.

 

Ein besonderer Vorteil von Furnieröden ist, die große und weitgefächerte Palette der verschiedenen Oberflächenfarben und Muster. Denn bei Furnierböden können gerne seltenere und teurere Holzarten, wie Kirsche oder Nussbaumhölzer verwendet werden. Dadurch, dass weniger Holz benötigt wird, sind Furnierböden besonders ressourcenschonend und erlauben den exquisiten Look für den kleineren Preis. Ein vergleichbarer Massivholzboden wäre praktisch unbezahlbar.

 

Weiter ist Furnierboden wegen seiner geringen Deckschicht und der formstabilen Trägerschicht sehr strapazierfähig, widerstandsfähig und Druck beständig. Nachteil der dünnen Nutzschicht ist allerdings, dass die Möglichkeit zur Renovierung des Bodens durch Abschleifen, ausfällt. Doch kann durch die richtige Versiegelung, Öle oder auch Wachse ihr Boden gut geschützt werden, was seine Langlebigkeit weiter unterstützt.

 

Auch zum Verlegen auf Fußbodenheizungen sind Furnierböden gut geeignet. Durch ihren Aufbau leiten sie Wärme ideal weiter und ihre Fußbodenheizung kann in ihrer ganzen Fülle erstrahlen.
Von dem Verlegen in Feuchträumen ist abzuraten, denn das Holz, sowohl in der Nutzschicht, wie in der Trägerschicht, sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden. Daher empfehlen wir den Boden auch bei der Reinigung nur nebelfeucht zu Wischen und mit passenden Pflegemitteln zu pflegen.