Wie verlege ich Parkett?

Verlegung des Parkettbodens:

Die meisten Parketthersteller legen dem Parkettsortiment Verlegeanleitungen bei. Die folgenden Schritte erklären das grundsätzliche Vorgehen. Es sollte grundsätzlich immer der Verlegeanleitung des Herstellers folgegeleistet werden.

 

Die Verlegerichtung

Die Verlegerichtung sollte möglichst in Richtung der Fenster bzw. des Lichteinfalls gehen. Die Verlegung kann aber auch in jede beliebige Richtung erfolgen. Parkett kann diagonal oder mit Übergangsprofilen in den unterschiedlichsten Richtungen verlegt werden. Bei normaler Verlegung wird ca. 5 Prozent mehr gekauft der für den Verschnitt einkalkuliert wird. Und bei der diagonalen Verlegung erhöht sich der Verschnitt um 10 Prozent. Besteht der Untergrund aus einem Dielenboden, sollten die Parkettelemente quer zur Längsrichtung der Dielung verlegt werden. Die empfohlene Trittschalldämmung des Parkett-Herstellers ist zu beachten.

 

Werkzeuge

Säge (Stichsäge oder Kreissäge), Bohrmaschine (für die Sockelleisten), Hammer, Zugeisen, Schlagklotz, Abstandskeile, Spachtel, Leim, Zollstock, Winkel, Bleistift, Klebeband, Cuttermesser.

 

Material

Laminat, PE-Folie, Trittschallelemente, Sockelleiste, Übergangsprofil für Türübergänge, Abstandhalter, evtl. Heizungsrohrabdeckung. Bei Laminate mit integriertem Trittschall entfallen natürlich die Trittschallelemente. Ebenso kann eine Kombifolie verwendet werden wobei die Trittschalleelemente mit der PE-Folie verbunden sind. Laminate mit clic- oder loc-Systemen werden schwimmend verlegt, d.h. ohne die Paneele mit dem Untergrund zu verbinden. Das erleichtert ein Wiederaufnehmen des Bodens bei einem evtl. Umzug, einer Reparatur oder Renovierung.

 

Vorarbeiten

Ermitteln der Raumgröße wobei Länge mal Breite die Quadratmenge an Laminat ergibt, dazu wird ungefähr 5 % Verschnitt gerechnet. Wird das Laminat auf einem mineralischen Untergrund (Beton, Estrich, Asphalt) aufgebracht, so wird noch eine PE-Folie als Dampfsperre gebraucht, die die aufsteigende Feuchtigkeit regelt. Dazu die Trittschalldämmelemente, das kann auch eine Kombifolie sein, die beides integriert hat. Bei der Laminatverlegung auf Holzfußböden, Holzdielen usw. erübrigt sich die PE-Folie.

Die angelieferten Laminatböden wurden in verschlossenen Paketen 48 Stunden in dem Raum gelagert, wo es verlegt werden soll. Die darin enthaltende Restfeuchtigkeit hat sich der Umgebung angepasst und verhindert somit eine Fugenbildung durch ein übermäßiges Zusammenziehen oder Aufquellen der Paneele. Die Laminate werden von ihrer Verpackung befreit und bei gutem Licht kann die Paneele nach Farbabstufungen oder dem Verlauf der Maserung sortiert werden.

Jetzt wird die erste Bahn der PE-Folie ausgelegt. Da sie an den Wandseiten ungefähr 10 cm überstehen sollte, wird sie an der Wand hochgezogen und mit einem Klebeband fixiert. Danach folgt die Trittschalldämmung, die auf die Dampfbremsfolie aufgebracht wird. Falls das Laminat eine integrierte Trittschalldämmung hat, erübrigt sich dieses und natürlich auch bei einer Kombifolie.

 

Was bei der Verlegung von Parkett zu berücksichtigen ist:

Die Dampfsperre

Mineralische Untergründe wie zum Beispiel Estrich, Asphalt, Beton benötigen eine so genannte Dampfsperre, um das Eindringen von Feuchtigkeit vom Untergrund her, in den Parkettboden zu verhindern. Hierzu verwendet man Kunststofffolien wie PE-Folie oder Polyäthylen. Auch hier gibt es Unterschiede in Bezug auf die Dichtheit und Durchlässigkeit, die Dampfdurchlässigkeit wird als sd-Wert angegeben.

Diese Folien werden in Bahnen verlegt und mit Klebeband fixiert. Sie müssen nur bei mineralischen Untergründen wie zum Beispiel Estrich, Beton, Asphalt verlegt werden, dies ist besonders bei nicht unterkellerten Räumen und Neubauten zu beachten. Doch auch, wenn diese mineralischen Untergründe schon über mehrere Jahrzehnte in der Wohnung beheizt wurden ist es generell notwendig eine Dampfsperre zu verlegen, da sich unter bestimmten klimatischen Bedingungen Wasserdampf im Bodenbereich als Tauwasser niederschlagen und Bauschäden verursachen kann. Die Dampfbremse wird wannenartig verlegt. Die Bahnen werden nebeneinander etwa 20 Zentimeter überlappend und mit Klebeband fixiert. Bei Untergründen aus Holz darf keine Dampfsperre verlegt werden, um die natürliche Zirkulierung der Feuchtigkeit zu gewährleisten.

 

Die Trittschalldämmung

Zur Trittschalldämmung eignen sich besonders Filzbahnen, Schaumstoffplatten, Korkmatten, die den Schall, der beim Begehen des Parkettbodens entsteht, aufzufangen und abzudämmen. Beim Verlegen von Parkett auf einer Fußbodenheizung ist bei der Wahl der Trittschalldämmung auf den Wärmedurchlasswiderstand zu achten, um die Effektivität der Fußbodenheizung nicht zu beeinträchtigen. Der Wärmedurchlasswiderstand (WDW) eines Werkstoffes bestimmt den Grad der isolierenden Wirkung. Je höher der Wert, desto isolierender wirkt der Werkstoff. Daher sollte der Wert gering sein und 0,15 qm K/W nicht überschreiten, um einen guten Wärmedurchlass zu erreichen und die Fußbodenheizung wirtschaftlich arbeiten kann. Der Wärmedurchlasswiderstand ist abhängig von der Stärke und Materialdichte. Parkett hat laut Herstellerangaben einen Wert von 0,05 bis 0,10 qm K/W. Dazu wird der Wert des zu verwendenden Trittschalls gerechnet sowie den Wert der Dampfsperre. Nicht zu vergessen ist dann noch die dämmende Wirkung des Luftpolsters zwischen den einzelnen Materialien, die zwar nicht genau berechnet werden kann, jedoch berücksichtigt werden sollte. Es empfiehlt sich den Boden vollflächig zu verkleben um eine Luft Isolierschicht zwischen dem Untergrund und Parkett zu vermeiden.

 

Der Untergrund

Als Untergrund für den Parkettboden eignen sich Estrich, Beton, Asphalt, Holzspanplattenkonstruktionen, Holzdielenböden, Hartbeläge wie PVC, Stein, Keramik. Der Zustand des Untergrundes sollte so ausgerichtet sein, dass der Parkettboden entsprechend der Verlegeanleitung des Herstellers verlegt werden kann. Der Untergrund sollte eben beschaffen sein. Differenzen von mehr als drei Millimetern im Unterboden müssen abgeschliffen oder gespachtelt werden. Um diese Unebenheiten festzustellen benutzt man eine Wasserwaage oder einen Richtscheit. Der Untergrund muss fest begehbar sein und darf nicht federn. Somit sind Teppichböden als Untergrund nicht geeignet und müssen vor der Verlegung entfernt werden. Denn durch den Teppich, der unter dem Parkettboden liegt, kommt es beim Begehen der Parkettfläche zu einer federnden Bewegung und im Kantenbereich zu einem starken Druck. Das würde die Nut- und Federverbindung bzw. Clic-Verbindung zerstören und zu einer Fugenbildung führen. Ebenso aus hygienischen Gründen (Schimmelbildung, Geruchsbildung) sollte der Teppichboden vor dem Verlegen des Parkettes entfernt werden. Der Unterboden muss absolut eben, sauber und fest sein. Auch wenn eine Trittschalldämmung auf den Teppichboden verlegt werden würde, wäre dieses Problem nicht behoben. Der Untergrund darf nicht federn oder sich durch Belastung eindrücken, sondern muss absolut tragfähig sein bevor das Parkett verlegt werden kann. Somit sind Teppichböden unter einem Parkettfußboden generell zu entfernen.

 

Die Begehbarkeit

Da bei Parkettfußböden keine Öle oder Versieglungen notwendig sind, wie bei den verschiedenen Holzfußböden, kann der Parkettfußboden sofort nach der Verlegung begangen werden. Auch kann zuerst eine Hälfte eines Raumes mit Parkettboden ausgelegt und die entsprechenden Möbel wieder daraufgestellt werden, um danach die andere Hälfte des Raumes mit Parkett weiterzuverlegen.

Die Wandabstände

Auf die Wandabstände ist zu achten, die Dehnungsfugen werden durch Abstandskeile fixiert, damit der Parkettboden Raum bekommt und entsprechend wie alle Holzfußböden ‚arbeiten’ kann. Unter dem Begriff ‚arbeiten’ versteht man die Quell- und Schwindvorgänge des Holzes bzw. Holzwerkstoffes, die durch das natürliche hygroskopische Verhalten, die Aufnahme und Abgabe von Feuchte verursacht werden. Außerdem wird das Dimensionsverhalten von Parkettfußboden- Elementen durch von oben oder von unten einwirkende Wärme bzw. Kälte beeinflusst. Daher ist es wichtig, dass der Parkettboden Raum zum Arbeiten hat, um evtl. spätere Schäden zu vermeiden. Diese Schäden können sein: offene Fugen, Aufwellungen, Stauchungen im Fugenbereich mit Dekorschäden, Aufstellen des Bodens (Wellen). Der Abstand zwischen dem Parkettboden und der Wand und allen festen Bestandteilen, sollte 1,2 cm bis 1,5 cm betragen und wird bei der Verlegung mit Abstandskeilen festgelegt. Auch sollten Dehnfugen bei der Parkettverlegung berücksichtigt werden, gerade dann, wenn die zu verlegende Fläche in der Längsrichtung oder in der Breite mehr als acht Meter beträgt und wenn eine raumübergreifende Verlegung geplant ist.

 

Parkettverlegung

Entfernung des alten Untergrunds



Dampfsperre auslegen



Dampfsperre verkleben


Dämmunterlage verlegen um den Trittschall zu verringern


Gesamtaufbau in der Profilansicht


Abstandshalter an der Wand befestigen und die erste Reihe legen




Die zweite Reihe mit dem einfachen Klicksystem weiterlegen


Ganz Einfach herunter drücken bis die Feder einrastet

Fertig mit dem Boden verlegen


Noch schnell die Fußleisten montieren, Abstand der
Befestigunsclips anzeichnen.



Vorbohren der Befestigungsklipps:


Sockelleisten anbringen


In den Ecken auf Gehrung schneiden


Übergangsprofil ausmessen und einfügen


Übergangsprofil Deckleiste montieren




Sockelleisten im Raumdurchgang befestigen


Fertig!



Noch kurz den Staub abwischen


Jetzt schnell einmal nebelfeucht mit Parkettpflege wischen


Perfekt, der neue Boden liegt




Schriftliche Verlegeanleitung Parkett für Schiffboden- Maxistab- und Landhausdielen Format

Das Abenteuer der Parkettverlegung beginnt. Die Vorbereitungen stimmen, die Verlegerichtung wurde festgelegt und wir beginnen in der linken Ecke.

- Die erste Panelenreihe wird an die Wand angelegt. Das geschieht durch festen Druck mit dem Schlagholz oder mit dem Zugeisen, womit die Paneele an den Kopfseiten zusammengefügt wird. In den meisten Fällen muss das letzte Paneel zugeschnitten werden.

- Dieses letzte Paneel wird an die verlegte Reihe angelegt und bis zur Wand geschoben.

- Der überstehende Teil wird markiert.

- Winkelmesser auf die Paneele legen und mit dem Bleistift einen Strich ziehen. Der Wandabstand braucht hierbei nicht berücksichtigt zu werden, da das Anlegen an die Nutstelle den benötigten Wandabstand hergibt.

- Sauber abtrennen, anlegen, die erste Reihe ist fertig.

- Abstandhalter zwischen Wand und Paneele einpassen.

- Wenn jetzt festgestellt wird, dass der Wandverlauf nicht gerade ist, muss die Paneele angepasst werden.

- Die Wandunebenheiten werden auf die Paneele übertragen und mit der Stichsäge wird die Dielenreihe dem Wandverlauf angepasst. Damit der Schnitt sauber wird, sollte immer von unten geschnitten werden.

- Stichsäge voll anlaufen lassen bis die vollständige Drehzahl erreicht ist und dann erst zusägen, damit das Parkett nicht an der Einsägestelle reißt. Das Reststück wird als erstes Element für die zweite Reihe verwendet, allerdings sollte dieses Paneel mindestens 30 cm lang und nicht kleiner sein, damit der Fugenversatz der einzelnen Reihen ungefähr 40 cm beträgt.

- Das Paneel wird von oben auf die Nut der ersten Bahn gelegt und von hinten vorsichtig angeklopft und verkeilt.

- Der Abstandhalter wird am Anfang der Dielenreihe gesetzt, um die nötige Dehnungsfuge zwischen Wand und Parkett herzustellen. Diese Reihe wird ausgelegt und am Ende so verfahren, wie in der ersten Panelenreihe, Schlusspaneele anfügen, Winkel anlegen und markieren, absägen.

Es gibt zwei Varianten um die einzelnen Paneele miteinander zu verbinden:

- die erste Variante ist das Verbinden der Kopfstücke wobei die Paneele gleichzeitig in die Nut der schon liegenden Reihe eingefügt wird

die zweite Variante wäre:

- zuerst die Kopfstücke der Paneele miteinander verbinden bis die Reihe vollständig ist

- Jetzt liegt die Federseite der Paneele komplett auf die Nut der ersten Bahn, die Reihe wird angehoben und seitlich in die Nut eingeführt. Beim Absenken rastet die Klickverbindung ein.

- Auf dieselbe Weise wie in der ersten oder der zweiten Variante beschrieben, werden die weiteren Reihen verlegt.

- Danach wird die zweite PE-Folie ausgelegt, wenn keine werkmäßige Verklebung angebracht ist, wird die erste mit ca. 20 cm überlappt und mit dem Aluband miteinander über die gesamte Länge verklebt und natürlich die Trittschalldämmung, falls keine Kombifolie verwendet wird oder das zu verlegende Parkett mit keinem integrierten Trittschall versehen ist.


- Die letzte Bahn wird verlegt.

In der Regel muss diese letzte Bahn zugeschnitten werden, da es wohl äußerst selten vorkommt, dass die Raumgröße mit den Paneelmaßen stimmig ist und so wird’s gemacht:

- Das Paneel wird angelegt und um 180 Grad gedreht, d.h. mit der Nutseite zur Wand geschoben und entsprechend auf der Rückseite markiert, Winkel anlegen und einen geraden Strich ziehen, entsprechend abtrennen.

- Die andere Möglichkeit wäre, den Abstand auszumessen und auf die Holzseite, d.h. Rückseite der Paneele zu übertragen.

- Die zugeschnittenen Paneele werden eingesetzt.

 

Klick-Verfahren

ermöglicht ein schnelles Verlegen der Parkettelemente ohne Leim. Durch Verkanten oder Drehen der Parkettelemente rasten sie ein oder werden in die Verlegeebene ineinander gefügt. Die Verlegung dieser Parkettelemente ist im Ablauf genau so wie die Verleimung in Nut und Feder.


Der Parkettboden wird meist schwimmend verlegt. Das bedeutet, dass der Boden nicht mit dem Untergrund befestigt wird. Durch das Verlegeverfahren mit Click- Verbindungen, lässt sich Parkett wie auch Fertigparkett einfach verlegen. Die Paneele werden zusammengesteckt und rasten ineinander ein, dazu wird kein Klebstoff benötigt. Der Vorteil dieser Clicksysteme ist nicht nur eine problemlose Verlegung, sondern auch die einfache Entfernung des Parkettbodens, z.B. bei einem Umzug und eine entsprechende Neuverlegung des Parkettbodens ist möglich. Auch wird die Fugenbildung verhindert, denn durch die passgenaue Profilierung der Paneelen ist ein hinausgleiten der Feder aus der Nut nicht möglich.